Dermatologie in Ottensen • Allergologie
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Kontaktallergie
Kontaktallergien entstehen, wenn die Haut auf bestimmte Substanzen mit Ekzemen, Rötungen, Juckreiz oder Bläschenbildung reagiert. Häufige Auslöser: Nickel, Duftstoffe, Konservierungsmittel, Gummibestandteile oder berufliche Substanzen wie Haarfarben oder Desinfektionsmittel.
Wir stellen die Diagnose durch den Epikutantest. Testpflaster mit verschiedenen Substanzen bleiben 48 Stunden auf Ihrem Rücken. Nach Entfernung und erneuter Kontrolle 24 Stunden später können wir ablesen, welche Stoffe die allergische Reaktion auslösen.
Das identifizierte Allergen zu meiden ist die zentrale Maßnahme. Wir erstellen für Sie einen Allergiepass und beraten Sie zu Ersatzprodukten. Bei akuten Reaktionen helfen kortisonhaltige Cremes oder Antihistaminika.
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Heuschnupfen & andere Pollenallergien
Heuschnupfen zeigt sich durch Niesreiz, laufende oder verstopfte Nase, juckende oder tränende Augen und manchmal Hautreaktionen. Die Beschwerden treten saisonabhängig auf, abhängig davon, welche Pollen gerade fliegen. Häufige Auslöser: Gräser, Birke, Hasel oder Kräuter.
Für die Diagnose führen wir einen Prick-Test durch: Verdächtige Allergene tragen wir in geringer Konzentration auf die Haut auf und ritzen sie leicht an. Nach etwa 15 Minuten lässt sich ablesen, worauf Sie reagieren. Bei Bedarf ergänzen wir durch Bluttests.
Wir behandeln mit Antihistaminika als Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen. Bei ausgeprägten Beschwerden kann eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Das Immunsystem gewöhnt sich dabei über mehrere Jahre schrittweise an das Allergen, die Beschwerden lassen nach.
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Hausstaubmilbenallergien
Hausstaubmilbenallergie verursacht ganzjährige Beschwerden wie verstopfte Nase, Niesreiz, Augenjucken oder Atembeschwerden, besonders morgens nach dem Aufwachen. Die Allergie richtet sich gegen den Kot winziger Milben, die sich hauptsächlich in Matratzen, Kissen und Polstermöbeln aufhalten.
Wir stellen die Diagnose durch Prick-Test oder Blutuntersuchung. Die Abgrenzung zu anderen Allergien oder chronischem Schnupfen ist entscheidend für die richtige Therapie.
Zur Behandlung gehören Allergenvermeidung durch milbendichte Bezüge, regelmäßiges Waschen der Bettwäsche bei 60°C und Reduktion von Staubfängern. Medikamentös helfen Antihistaminika oder kortisonhaltige Nasensprays. Bei anhaltenden Beschwerden kann eine Hyposensibilisierung die Symptome langfristig deutlich reduzieren.
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Nahrungsmittelallergien
Nahrungsmittelallergien können sich durch Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden, Atemnot oder im schlimmsten Fall durch allergischen Schock äußern. Häufige Auslöser: Nüsse, Milch, Eier, Fisch, Soja, Weizen oder Sellerie. Die Reaktionen treten meist innerhalb von Minuten bis zwei Stunden nach dem Verzehr auf.
Die Diagnostik beginnt mit ausführlicher Anamnese und einem Ernährungstagebuch. Durch Prick-Test oder Blutuntersuchung weisen wir spezifische IgE-Antikörper nach. In unklaren Fällen kann eine orale Provokationstestung unter ärztlicher Aufsicht notwendig sein.
Das Allergen konsequent zu meiden ist zentral. Wir stellen Ihnen einen Notfallplan und bei Bedarf ein Notfallset mit Antihistaminikum und Adrenalin-Autoinjektor aus. Eine Ernährungsberatung kann sinnvoll sein, um Mangelernährung zu vermeiden.
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Urtikaria (Nesselsucht)
Urtikaria zeigt sich durch juckende Quaddeln und Rötungen, die spontan auftreten und innerhalb von Stunden wieder verschwinden können. Manchmal kommt es zu Schwellungen tieferer Hautschichten. Auslöser können Medikamente, Nahrungsmittel, Infekte oder physikalische Reize wie Druck oder Kälte sein, oft bleibt die Ursache aber unklar.
Wir unterscheiden akute Urtikaria (unter sechs Wochen) und chronische Urtikaria (länger als sechs Wochen). Die Diagnostik umfasst ausführliche Anamnese, Allergietests und bei Bedarf Laboruntersuchungen, um Auslöser zu identifizieren oder Grunderkrankungen auszuschließen.
Wir behandeln hauptsächlich mit Antihistaminika, bei Bedarf in höherer Dosierung. In schweren Fällen kommen Kortison oder spezielle Biologika zum Einsatz. Identifizierte Auslöser sollten gemieden werden.
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