Dermatologie in Ottensen • Dermatologie

  1. Hautkrebsvorsorge

    Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Früh erkannt sind die Heilungschancen aber ausgezeichnet. Bei der Vorsorgeuntersuchung betrachten wir Ihre gesamte Haut systematisch und achten auf verdächtige Veränderungen: neue oder veränderte Muttermale, asymmetrische Flecken oder Hautareale mit unregelmäßiger Färbung.

    Zunächst untersuchen wir mit bloßem Auge. Bei auffälligen Stellen nutzen wir das Dermatoskop, ein spezielles Vergrößerungsinstrument. Es macht Strukturen in der Haut sichtbar, die sonst verborgen bleiben, und hilft uns, harmlose von behandlungsbedürftigen Veränderungen zu unterscheiden.

    Helle Haut, viele Muttermale oder familiäre Vorbelastung erhöhen das Risiko. Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenfreies Screening.

    Für präzisere Diagnostik bieten wir die digitale Hautkrebsvorsorge mit dem FotoFinder an. Mehr zum FotoFinder-System

  2. Operative Dermatologie

    Manchmal ist eine operative Entfernung von Hautveränderungen medizinisch notwendig oder gewünscht. Wir führen ambulante Eingriffe unter örtlicher Betäubung durch: schonend, präzise und mit bestmöglichem kosmetischem Ergebnis.

    Häufige Eingriffe sind die Entfernung auffälliger Muttermale, gutartiger Hauttumore, Lipome oder Atherome. Störende Warzen oder Altersflecken lassen sich ebenfalls operativ behandeln. Verdächtige Hautveränderungen werden nach der Entfernung in ein Speziallabor geschickt und untersucht, um Gewissheit zu haben.

    Die meisten Eingriffe dauern nur wenige Minuten. Kleine Wunden heilen oft offen, größere verschließen wir mit feinen Nähten. Eine sorgfältige Nahttechnik sorgt dafür, dass Narben möglichst unauffällig bleiben. Sie erhalten von uns eine ausführliche Anleitung zur Nachsorge.

  3. Akne und Rosazeabehandlung

    Akne und Rosazea sind häufige Hauterkrankungen, die nicht nur kosmetisch belasten, sondern schmerzhaft sein können. Akne zeigt sich durch verstopfte Poren, Mitesser und entzündete Pickel, oft im Gesicht, am Rücken oder Dekolleté. Rosazea betrifft hauptsächlich das Gesicht mit anhaltenden Rötungen, sichtbaren Äderchen und manchmal Knötchen.

    Die Behandlung richten wir nach Schweregrad und individueller Situation aus. Bei Akne nutzen wir äußerliche Wirkstoffe wie Retinoide oder Benzoylperoxid, in schwereren Fällen Antibiotika oder spezielle Medikamente. Rosazea lässt sich mit entzündungshemmenden Cremes behandeln, bei Bedarf ergänzen wir durch Tabletten oder Lasertherapie.

    Neben der medikamentösen Therapie spielt die richtige Hautpflege eine große Rolle. Wir beraten Sie zu geeigneten Produkten und helfen, Auslöser wie bestimmte Speisen, Temperaturschwankungen oder Stress zu erkennen.

  4. Neurodermitis

    Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung mit starkem Juckreiz, trockener Haut und entzündlichen Ekzemen. Sie verläuft in Schüben, beschwerdefreie Phasen wechseln sich mit akuten Episoden ab. Auslöser können Stress, Allergene, Klima oder bestimmte Nahrungsmittel sein.

    Die Behandlung ruht auf mehreren Säulen. Basis ist die konsequente Hautpflege mit rückfettenden Cremes, die die gestörte Hautbarriere stärken. In akuten Schüben nutzen wir entzündungshemmende Medikamente wie kortisonhaltige Präparate oder Calcineurininhibitoren. Bei schweren Verläufen kommen systemische Therapien wie Biologika zum Einsatz.

    Individuelle Auslöser zu erkennen und zu meiden spielt eine zentrale Rolle. Wir entwickeln gemeinsam einen Therapieplan, der zu Ihrem Alltag passt und die Lebensqualität spürbar verbessert.

  5. Schuppenflechte

    Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit scharf begrenzten, geröteten und schuppenden Hautarealen. Häufig betroffen sind Ellenbogen, Knie, Kopfhaut und der untere Rücken. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und entsteht durch eine Fehlregulation des Immunsystems.

    Die Behandlung richten wir nach Schweregrad und Lokalisation aus. Bei leichten Formen helfen äußerlich angewandte Wirkstoffe wie Kortison oder Vitamin-D-Analoga. In mittelschweren bis schweren Fällen setzen wir Lichttherapie oder systemische Medikamente ein, darunter moderne Biologika, die gezielt ins Immunsystem eingreifen.

    Psoriasis lässt sich zwar nicht heilen, mit heutigen Therapien aber gut kontrollieren. Wir begleiten Sie langfristig und passen die Behandlung an Ihre Bedürfnisse an.

  6. Pilzerkrankungen

    Pilzinfektionen der Haut, Nägel oder Haare sind häufig und können hartnäckig sein. Typische Anzeichen: Rötungen, Schuppungen, Juckreiz oder verfärbte, verdickte Nägel. Die Ansteckung erfolgt oft in Schwimmbädern, Umkleiden oder durch direkten Kontakt.

    Wir stellen die Diagnose durch klinische Untersuchung und bei Bedarf durch mikroskopische Analyse oder Pilzkultur. Nicht jede Hautveränderung ist ein Pilz, eine sichere Diagnose ist entscheidend für die richtige Behandlung.

    Bei leichtem Befall reichen meist Antimykotika als Creme oder Lack. Bei stärkerem oder großflächigem Befall verordnen wir Tabletten. Die Behandlung braucht Geduld und Konsequenz, besonders bei Nagelpilz. Wir zeigen Ihnen, wie Sie einer erneuten Infektion vorbeugen.

  7. Hautinfektionen

    Bakterielle oder virale Infektionen der Haut können schmerzhaft sein und schnelle Behandlung erfordern. Häufige Beispiele: Warzen, Lippenherpes, Gürtelrose, Erysipel oder eitrige Entzündungen der Haarfollikel.

    Warzen behandeln wir meist durch Vereisung mit flüssigem Stickstoff. Lippenherpes und Gürtelrose bekämpfen wir mit antiviralen Medikamenten. Bei Gürtelrose ist eine frühe Therapie besonders zentral, um Komplikationen zu vermeiden. Bakterielle Infektionen erfordern oft Antibiotika, manchmal müssen wir Eiterherde chirurgisch entfernen.

    Bei wiederkehrenden Infektionen suchen wir nach Ursachen wie Immunschwäche oder Diabetes. Unklare Hautveränderungen, die sich entzünden oder nicht abheilen, sollten Sie uns zeigen. Rechtzeitige Diagnose und Behandlung verhindern Ausbreitung und Komplikationen.

  8. Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose)

    Übermäßiges Schwitzen an Händen, Füßen, Achseln oder am ganzen Körper kann die Lebensqualität erheblich einschränken. Lässt sich das Schwitzen nicht durch Hitze oder Anstrengung erklären und geht über das normale Maß hinaus, sprechen wir von Hyperhidrose.

    Zunächst klären wir ab, ob eine Grunderkrankung vorliegt. Bei primärer Hyperhidrose stehen verschiedene Behandlungen zur Verfügung: Spezielle Antitranspirantien mit Aluminiumchlorid reduzieren bei regelmäßiger Anwendung die Schweißproduktion. In starken Fällen kann Botulinumtoxin helfen, es blockiert vorübergehend die Signalübertragung zu den Schweißdrüsen und wirkt mehrere Monate.

    In ausgeprägten Fällen können systemische Medikamente oder operative Verfahren sinnvoll sein. Wir besprechen mit Ihnen alle Optionen und finden die passende Lösung.

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